Mit Lederjacke, Jeans und Höllenmaschine

Uns Bikern reicht es ja in der Regel, wenn einem so richtig der Wind um die Nase weht, und die Landschaft an uns vorbeihuscht, als wäre es besseres Kino. Doch manch einer unserer Kumpels macht natürlich gleich ein ganzes Kultding daraus, bei dem sich ein Statussymbol ans andere reiht. So von wegen: Es muss auf jedem Höllenritt ja auch noch die feinste Biker Lederjacke von Levi’s oder Revolution her, damit die Bräute am Straßenrand reihenweise in Ohnmacht fallen oder dem Helden frenetisch hinterher kreischen: „Ich will ein Kind von dir!“

Dazu trägt der Easy Rider dann am besten Stonewashed Jeans oder andere Hosen mit stylischen Applikationen sowie Cowboy Boots, die auf den Pedalen der Maschine megacool rüberkommen und selbst Ordnungshütern bei Geschwindigkeitsübertretungen schon gehörig die Sprache verschlagen haben.

Als Krönung eines jeden Biker-Outfits gilt jedoch noch immer das Motorrad höchst selbst, das der „Ritter der Ehre“ aus seinem Rennstall gewählt hat, um damit „on the road“ weitere Punkte – nicht in Flensburg! – sondern bei den Mädels und in seinem Club zu sammeln. Kumpel Alfred hat uns hier neulich alle getoppt. Nein, keine aufgemotzte Harley-Davidson mit bombastischem Hinterradprofil fuhr er auf oder gar ein vierrädriges Quad Motorrad mit Transportkoffer und Rückenlehne – es war im wahrsten Sinne eine Höllenmaschine, mit der er nicht nur bei den Biker-Cracks von sich reden machte, sondern im weiten Umkreis zur Legende wurde: ein Riesenteil mit zwei auf einer superbreiten Felge laufenden Vorderreifen, einem 4 Tonnen schweren russischen Panzermotor, ellenlangen Lenkstangen und zwei weit hinten liegenden Sitzen. Das selbst gebastelte Gefährt war 5 Meter lang und über 2 Meter hoch! Jetzt hat er von einem chinesischen Motorradhersteller den Auftrag erhalten, ein Öko-Bike in Leichtbauweise mit Gasantrieb zu bauen. Himmel und Hölle!

Dieser Beitrag wurde erstellt in Bikerlook.

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